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Wie viel Datenvolumen brauche ich? Beispiele für Alltag, Streaming und Reisen
Wie viel Datenvolumen brauche ich? Es ist erst die Mitte des Monats, doch die vertraute Nachricht erscheint bereits auf dem Smartphone: Dein Datenvolumen ist fast aufgebraucht. Kurz darauf laden Webseiten nur noch im Schneckentempo, Musik setzt aus und selbst das Versenden eines Fotos wird zur Geduldsprobe.
Beim nächsten Tarifwechsel passiert häufig das Gegenteil. Aus Angst vor einer erneuten Drosselung wird ein großzügiges Paket mit 50, 100 oder sogar unbegrenzten Gigabyte gebucht. Jeden Monat bleibt davon ein gewaltiger Rest übrig – bezahlt wird er trotzdem.
Damit stellt sich eine Frage, die viel einfacher klingt, als sie tatsächlich ist: Wie viel Datenvolumen brauche ich wirklich?
Die Antwort hängt nicht allein davon ab, wie lange du dein Smartphone benutzt. Entscheidend ist, was du damit machst. Textnachrichten verbrauchen kaum Daten. Musikstreaming bleibt meist überschaubar. Automatisch startende Videos in sozialen Netzwerken, Videotelefonie und Serien in hoher Auflösung können ein Datenpaket dagegen in erstaunlich kurzer Zeit leeren.
Auch Reisen, Hotspot-Nutzung, Cloud-Backups und automatische App-Updates verändern den Bedarf. Wer hauptsächlich im heimischen WLAN unterwegs ist, benötigt möglicherweise nur wenige Gigabyte. Wer sein Smartphone als mobilen Internetanschluss für das Notebook verwendet, kann selbst mit 100 Gigabyte an Grenzen stoßen.
In diesem Ratgeber findest du konkrete Richtwerte, nachvollziehbare Beispielrechnungen und eine Entscheidungshilfe für den passenden Handytarif.
Die schnelle Antwort: Wie viel Datenvolumen ist sinnvoll?
Für die meisten Nutzer eignen sich folgende Richtwerte:
| Nutzungsverhalten | Sinnvolles Datenvolumen pro Monat |
|---|---|
| Fast immer im WLAN, hauptsächlich Messenger und E-Mail | 3 bis 5 GB |
| Regelmäßiges Surfen, Navigation und etwas Social Media | 10 bis 15 GB |
| Tägliche soziale Netzwerke und Musikstreaming | 20 bis 30 GB |
| Viel Social Media, gelegentlich Videos und Videotelefonie | 40 bis 60 GB |
| Regelmäßiges Videostreaming und häufige Hotspot-Nutzung | 80 bis 150 GB |
| Smartphone als Ersatz für den Festnetzanschluss | Unbegrenzt oder sehr großes Paket |
Diese Werte sind keine starren Grenzen. Ein einziger langer Film in hoher Qualität kann mehr Daten verbrauchen als mehrere Wochen mit Textnachrichten und Navigation.
Prüfe deshalb zunächst deinen tatsächlichen Verbrauch und vergleiche anschließend passende Angebote über den Handyvertragsvergleich von fidipo.de.
Was bedeutet Datenvolumen?
Das Datenvolumen bezeichnet die Menge an mobilen Daten, die du innerhalb eines Abrechnungszeitraums mit hoher Geschwindigkeit übertragen darfst.
Gemessen wird üblicherweise in:
- Megabyte, kurz MB,
- Gigabyte, kurz GB.
Vereinfacht gilt:
1 GB entspricht ungefähr 1.000 MB.
Sobald dein Inklusivvolumen verbraucht ist, hängt die weitere Nutzung vom Tarif ab. Der Anbieter kann:
- die Geschwindigkeit stark reduzieren,
- automatisch kostenpflichtiges Zusatzvolumen aktivieren,
- die mobile Datenverbindung stoppen,
- dir die Buchung eines weiteren Datenpakets anbieten.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass insbesondere kostenpflichtige Datenautomatik und spontan gebuchtes Zusatzvolumen die Monatskosten erhöhen können. Nach Verbrauch des Inklusivvolumens wird die Verbindung bei vielen Tarifen deutlich gedrosselt.
Warum steigt der Datenverbrauch ständig?
Smartphones werden leistungsfähiger, Displays größer und mobile Netze schneller. Gleichzeitig bestehen immer mehr Anwendungen aus Videos.
Die Bundesnetzagentur meldete für 2025 ein übertragenes Datenvolumen von insgesamt 10,9 Milliarden GB in den deutschen Mobilfunknetzen. Im Jahr zuvor waren es 9,6 Milliarden GB.
Zu den größten Datentreibern gehören:
- automatisch startende Videos,
- hochauflösendes Streaming,
- Videotelefonie,
- Cloud-Synchronisation,
- App- und Systemupdates,
- hochgeladene Fotos und Videos,
- Hotspot-Verbindungen,
- soziale Netzwerke mit kurzen Videoclips.
5G verbraucht für dieselbe Datei nicht automatisch mehr Daten als LTE. Die höhere Geschwindigkeit kann jedoch dazu führen, dass Apps schneller auf höhere Videoauflösungen wechseln oder du mehr Inhalte nutzt, ohne lange Ladezeiten wahrzunehmen.
Wie viel Daten verbraucht WhatsApp?
Reine Textnachrichten benötigen nur sehr wenig Datenvolumen. Selbst eine große Zahl kurzer Nachrichten fällt gegenüber einem Videostream kaum ins Gewicht.
Der Verbrauch steigt, sobald du regelmäßig:
- Fotos versendest,
- Videos herunterlädst,
- Sprachnachrichten austauschst,
- Statusvideos ansiehst,
- Sprach- oder Videoanrufe führst,
- automatische Mediendownloads aktiviert hast.
Ein komprimiertes Foto kann nur wenige Hundert Kilobyte groß sein, während ein längeres Video schnell mehrere Megabyte beansprucht. In größeren Gruppen werden täglich möglicherweise Dutzende Dateien automatisch geladen.
Wer Messenger hauptsächlich für Text und gelegentliche Fotos verwendet, kommt häufig mit einem kleinen Datenpaket aus. Bei täglichen Videoanrufen und vielen Gruppenmedien sollte mehr Reserve eingeplant werden.
Wie viel Daten verbrauchen Instagram, TikTok und Facebook?
Der Datenverbrauch sozialer Netzwerke schwankt stark. Moderne Plattformen laden laufend Bilder, Werbeanzeigen, Stories und Videos nach. Besonders kurze, automatisch startende Clips können mehrere Hundert Megabyte innerhalb einer Stunde verbrauchen.
Der tatsächliche Bedarf hängt ab von:
- Videoqualität,
- Nutzungsdauer,
- automatischer Wiedergabe,
- Länge der angesehenen Videos,
- hochgeladenen eigenen Inhalte,
- App-Einstellungen,
- Zwischenspeicherung der App.
Eine halbe Stunde Social Media am Tag kann je nach Inhalt einen überschaubaren oder einen erheblichen Monatsverbrauch erzeugen. Wer täglich durch videoorientierte Feeds scrollt, sollte eher mit 20 bis 40 GB als mit einem winzigen 5-GB-Paket planen.
Aktiviere nach Möglichkeit die Datensparoption der jeweiligen App und deaktiviere automatische Wiedergabe in hoher Qualität über das Mobilfunknetz.
Wie viel Daten verbraucht Musikstreaming?
Musik benötigt deutlich weniger Daten als Video. Die Qualitätseinstellung macht dennoch einen spürbaren Unterschied.
Spotify nennt für seine mobilen Qualitätsstufen ungefähr folgende Datenraten:
- niedrig: 24 kbit/s,
- normal: 96 kbit/s,
- hoch: 160 kbit/s,
- sehr hoch: 320 kbit/s.
Daraus ergibt sich näherungsweise:
| Musikqualität | Verbrauch pro Stunde | Bei einer Stunde täglich |
|---|---|---|
| Niedrig | etwa 11 MB | etwa 0,3 GB im Monat |
| Normal | etwa 43 MB | etwa 1,3 GB im Monat |
| Hoch | etwa 72 MB | etwa 2,2 GB im Monat |
| Sehr hoch | etwa 144 MB | etwa 4,3 GB im Monat |
Die Werte sind rechnerische Näherungen. Zwischenspeicherung, Werbung und App-Aktivitäten können den tatsächlichen Verbrauch verändern.
Bei verlustfreiem Audio steigt der Bedarf erheblich. Spotify empfiehlt für verlustfreies Streaming eine stabile Verbindung von ungefähr 1,5 bis 2 Mbit/s. Würde diese Datenrate eine Stunde lang vollständig genutzt, entspräche das rechnerisch ungefähr 675 bis 900 MB.
Wer täglich unterwegs Musik hört, kann Daten sparen, indem Playlists und Podcasts vorher im WLAN heruntergeladen werden.
Wie viel Daten verbraucht Videostreaming?
Video ist der mit Abstand größte Datenfresser im Alltag.
Netflix gibt je nach Einstellung folgende Höchstwerte pro Stunde und Gerät an:
| Qualität | Datenverbrauch pro Stunde |
|---|---|
| Niedrig | bis zu 0,3 GB |
| Mittel | bis zu 0,7 GB |
| Standardauflösung in hoher Einstellung | bis zu 1 GB |
| HD | bis zu 3 GB |
| Ultra-HD beziehungsweise 4K | bis zu 7 GB |
In der mobilen Einstellung „Automatisch“ nennt Netflix ungefähr vier Stunden Streaming pro Gigabyte. Im Datensparmodus können etwa sechs Stunden pro Gigabyte möglich sein.
Beispiel: Eine Serie unterwegs ansehen
Du schaust an zehn Tagen im Monat jeweils eine Stunde Netflix in HD.
10 Stunden × bis zu 3 GB = bis zu 30 GB
Mit einer niedrigeren mobilen Qualität könnte derselbe Zeitraum nur wenige Gigabyte beanspruchen.
Beispiel: Tägliches Video in der Mittagspause
30 Minuten Videostreaming pro Arbeitstag ergeben bei 20 Arbeitstagen zehn Stunden pro Monat.
Je nach Qualität kann das bedeuten:
- niedrige Qualität: bis zu 3 GB,
- mittlere Qualität: bis zu 7 GB,
- HD: bis zu 30 GB.
Wer regelmäßig unterwegs Filme oder Serien ansieht, sollte daher entweder ein großes Datenpaket wählen oder Inhalte im WLAN herunterladen.
Wie viel Daten benötigt YouTube?
Auch bei YouTube hängt der Verbrauch hauptsächlich von der Auflösung ab. Eine niedrige Smartphone-Auflösung benötigt deutlich weniger Daten als Full HD oder 4K.
Hinzu kommen:
- Bildrate,
- Länge der Videos,
- automatische Qualitätswahl,
- Werbung,
- Shorts,
- Livestreams.
Die automatische Einstellung passt die Bildqualität häufig an die Geschwindigkeit der Verbindung und das Gerät an. In einem schnellen 5G-Netz kann deshalb eine höhere Auflösung gewählt werden als in einer langsamen Verbindung.
Auf einem kleinen Smartphone-Display ist eine sehr hohe Auflösung nicht immer notwendig. Wer unterwegs 360p, 480p oder eine kontrollierte Datensparstufe nutzt, kann den Verbrauch deutlich reduzieren.
Wie viel Daten verbrauchen Videoanrufe?
Videokonferenzen beanspruchen Daten in beide Richtungen: Du empfängst das Bild der anderen Personen und überträgst gleichzeitig dein eigenes.
Zoom nennt je nach Gesprächsart und Qualität empfohlene Bandbreiten von ungefähr:
- 600 kbit/s in beide Richtungen für ein hochwertiges Einzelgespräch,
- 1,2 Mbit/s in beide Richtungen für ein 720p-Einzelgespräch,
- bis zu 2,6 Mbit/s im Upload und 1,8 Mbit/s im Download für Gruppengespräche in 720p,
- bis zu 3,8 Mbit/s im Upload und 3,0 Mbit/s im Download für Full HD.
Aus diesen Bandbreiten ergibt sich – abhängig von Qualität, Teilnehmeransicht und automatischer Anpassung – ein möglicher Datenbedarf von ungefähr 0,5 bis 3 GB pro Stunde.
Ein tägliches einstündiges Videomeeting kann damit einen Tarif mit 20 oder 30 GB schnell überfordern.
Wenn du unterwegs nur zuhören musst, kannst du das eigene Kamerabild ausschalten. Eine reine Audioverbindung benötigt wesentlich weniger Daten als ein Videogespräch.
Wie viel Daten verbrauchen Navigation und Karten?
Navigation ist im Vergleich zu Video meist sparsam. Kartenabschnitte, Verkehrsinformationen und Routendaten müssen jedoch regelmäßig geladen werden.
Der Verbrauch steigt, wenn du:
- Satellitenansichten verwendest,
- große Gebiete neu lädst,
- Karten häufig verschiebst und vergrößerst,
- Fotos und Informationen zu Orten aufrufst,
- Verkehrsdaten dauerhaft aktualisierst.
Lade Karten für Urlaubsregionen und längere Fahrten vorher offline herunter. Die GPS-Ortung selbst benötigt kein mobiles Datenvolumen; für Kartenmaterial, Verkehrslage und neue Routenberechnungen ist jedoch häufig eine Datenverbindung erforderlich.
Wie viel Daten benötigt ein mobiler Hotspot?
Beim Hotspot nutzt ein Notebook, Tablet oder anderes Gerät die Mobilfunkverbindung deines Smartphones.
Der Verbrauch kann erheblich höher sein als bei normaler Handynutzung, weil Computer im Hintergrund:
- Systemupdates herunterladen,
- Cloud-Ordner synchronisieren,
- vollständige Webseiten laden,
- große Anhänge abrufen,
- Software aktualisieren,
- automatische Datensicherungen durchführen.
Ein einziges Betriebssystem- oder Spieleupdate kann mehrere Gigabyte umfassen. Wer regelmäßig mit einem Notebook über den Smartphone-Hotspot arbeitet, sollte mindestens 50 bis 100 GB prüfen. Bei längeren Videoarbeitsplätzen oder als Ersatz für DSL kann ein unlimitierter Tarif sinnvoller sein.
Setze die Hotspot-Verbindung auf dem Computer als getaktetes Netzwerk, sofern das Betriebssystem diese Möglichkeit bietet. Dadurch werden manche Hintergrunddownloads eingeschränkt.
Welches Datenvolumen passt zu welchem Nutzertyp?
3 bis 5 GB: Der WLAN-Nutzer
Dieses Paket eignet sich, wenn du:
- zu Hause und bei der Arbeit WLAN hast,
- hauptsächlich Nachrichten schreibst,
- gelegentlich navigierst,
- selten Videos über mobile Daten ansiehst,
- Musik vorher herunterlädst.
Für häufiges Social Media mit Videos wird es schnell knapp.
10 bis 15 GB: Der normale Alltagsnutzer
Damit kannst du:
- täglich surfen,
- Messenger und E-Mail verwenden,
- regelmäßig navigieren,
- gelegentlich Musik streamen,
- soziale Netzwerke moderat nutzen.
Bei häufigem Videostreaming bleibt wenig Reserve.
20 bis 30 GB: Der aktive Smartphone-Nutzer
Diese Größe passt häufig zu Menschen, die:
- täglich Social Media verwenden,
- unterwegs Musik hören,
- gelegentlich Videos ansehen,
- regelmäßig Fotos hochladen,
- ab und zu einen Videoanruf führen.
Für viele Nutzer ist dies ein vernünftiger Mittelweg.
40 bis 60 GB: Der intensive Nutzer
Geeignet bei:
- viel Instagram, TikTok oder YouTube,
- häufigem Musikstreaming,
- regelmäßiger Videotelefonie,
- gelegentlicher Hotspot-Nutzung,
- längeren Reisen ohne zuverlässiges WLAN.
80 bis 150 GB: Der mobile Vielnutzer
Ein solches Paket passt, wenn du:
- regelmäßig Serien oder Videos mobil streamst,
- häufig im Zug arbeitest,
- das Smartphone als Hotspot verwendest,
- große Dateien hoch- und herunterlädst,
- mehrere Geräte verbindest.
Unbegrenztes Datenvolumen
Ein unlimitierter Tarif kann sinnvoll sein, wenn du den Mobilfunkanschluss intensiv als Ersatz oder Ergänzung zum Festnetz nutzt.
Prüfe trotzdem:
- maximale Geschwindigkeit,
- Hotspot-Beschränkungen,
- Regeln für Zusatzkarten,
- EU-Roaming-Limit,
- Videodrosselung,
- Bedingungen zur dauerhaften Nutzung.
„Unbegrenzt“ bedeutet nicht zwingend, dass jede Nutzung in jeder Situation ohne Einschränkung möglich ist.
Wie ermittelst du deinen tatsächlichen Verbrauch?
Die beste Grundlage ist nicht eine allgemeine Tabelle, sondern dein bisheriger Verbrauch.
Anbieter-App prüfen
Viele Mobilfunkanbieter zeigen in ihrer App:
- verbrauchtes Datenvolumen,
- verbleibende Gigabyte,
- Beginn des Abrechnungszeitraums,
- gebuchtes Zusatzvolumen.
Der Anbieterwert ist für die Abrechnung entscheidend.
Verbrauch auf dem iPhone prüfen
Unter den Einstellungen für mobile Daten kannst du sehen, welche Apps besonders viel Datenvolumen verwendet haben. Apple bietet außerdem einen Datensparmodus, der unter anderem automatische Downloads, App-Updates und bestimmte Hintergrundaktivitäten einschränkt.
Verbrauch auf Android prüfen
Android beziehungsweise Pixel-Geräte ermöglichen die Anzeige der mobilen Datennutzung sowie das Einrichten einer Warnung oder eines Datenlimits. Ein Datensparmodus kann Hintergrundzugriffe begrenzen. Die genaue Bezeichnung der Menüs hängt vom Gerätehersteller und der Android-Version ab.
Beobachte idealerweise drei vollständige Abrechnungsmonate. Berücksichtige dabei Urlaub, Homeoffice und außergewöhnliche Nutzung.
Wie viel Reserve sollte der Tarif besitzen?
Buche nicht exakt den durchschnittlichen Verbrauch.
Benötigst du gewöhnlich 13 GB, ist ein 15-GB-Tarif sehr knapp. Ein einziges längeres Video oder ein versehentliches Cloud-Backup kann die verbleibenden zwei Gigabyte aufbrauchen.
Eine Reserve von etwa 20 bis 30 Prozent ist für viele Nutzer vernünftig.
Beispiel:
- durchschnittlicher Verbrauch: 18 GB,
- 25 Prozent Reserve: 4,5 GB,
- sinnvoller Tarif: ungefähr 25 GB.
Benötigst du dagegen durchschnittlich nur 4 GB, musst du nicht vorsorglich 50 GB buchen.
Datenvolumen im Urlaub: Was gilt beim EU-Roaming?
Innerhalb der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen gilt grundsätzlich „Roam like at home“. Du nutzt Telefonie, SMS und mobile Daten zu den Konditionen deines deutschen Tarifs. Seit Januar 2026 gelten entsprechende Regelungen außerdem für Moldau und die Ukraine.
Bei unbegrenzten oder besonders günstigen Datentarifen darf der Anbieter eine Fair-Use-Grenze für das EU-Roaming festlegen. Er muss dich über diese Grenze informieren und beim Erreichen beziehungsweise Annähern warnen.
Außerhalb der EU können ganz andere Preise gelten. Die Schweiz und die Türkei gehören beispielsweise nicht automatisch zur EU-Roamingzone. Großbritannien wird je nach Anbieter unterschiedlich behandelt.
Besondere Vorsicht ist auf Schiffen und in Flugzeugen nötig. Dort kann sich das Smartphone in ein teures Satellitennetz einbuchen, das nicht unter die normalen EU-Roamingregeln fällt.
Vor einer Reise solltest du deshalb:
- das Reiseland in der Preisliste prüfen,
- Fair-Use-Grenzen kontrollieren,
- gegebenenfalls ein Reisepaket buchen,
- automatische Updates deaktivieren,
- Karten und Unterhaltung im WLAN herunterladen,
- auf Schiffen und im Flugzeug den Flugmodus verwenden.
So reduzierst du deinen Datenverbrauch
Mit wenigen Einstellungen kannst du häufig mehrere Gigabyte pro Monat sparen:
- Videos nur in niedriger oder mittlerer Auflösung mobil streamen.
- Serien, Musik, Podcasts und Karten im WLAN herunterladen.
- Automatische Videowiedergabe in sozialen Netzwerken deaktivieren.
- Foto- und Cloud-Backups auf WLAN beschränken.
- App- und Systemupdates nur über WLAN zulassen.
- Datensparmodus des Smartphones aktivieren.
- Unnötige Hintergrunddaten einzelner Apps blockieren.
- Beim Hotspot automatische Computerupdates verhindern.
- Videoanrufe bei Bedarf ohne eigenes Kamerabild führen.
- Datenverbrauch regelmäßig in der Anbieter-App kontrollieren.
Netflix ermöglicht beispielsweise eine mobile Datenspareinstellung mit ungefähr sechs Streamingstunden pro Gigabyte. Apple und Android bieten systemweite Funktionen zur Begrenzung von Hintergrunddaten und automatischen Downloads.
Worauf solltest du beim Tarifabschluss achten?
Vor dem Abschluss eines Mobilfunkvertrags muss dir der Anbieter eine verständliche Vertragszusammenfassung bereitstellen. Bei begrenzten Tarifen muss sie auch Informationen zur Datenvolumenbeschränkung enthalten.
Prüfe außerdem:
- Datenvolumen pro Monat oder vier Wochen,
- maximale Geschwindigkeit,
- Geschwindigkeit nach der Drosselung,
- automatische Datenpakete,
- 5G-Zugang,
- Hotspot-Nutzung,
- EU-Roamingvolumen,
- Mindestvertragslaufzeit,
- Preis nach der Rabattphase,
- Kosten für Zusatzvolumen.
Bei der grundsätzlichen Wahl zwischen Vorauszahlung und Laufzeitvertrag hilft dir der bereits erstellte Ratgeber „Prepaid oder Handyvertrag: Welche Variante ist langfristig günstiger?“.
Häufige Fragen zum Datenvolumen
Reichen 10 GB im Monat? – Für Messenger, Surfen, Navigation und moderate soziale Netzwerke können 10 GB ausreichen. Regelmäßiges Videostreaming macht das Paket jedoch schnell knapp.
Sind 20 GB viel? – Für einen durchschnittlichen Smartphone-Nutzer sind 20 GB eine brauchbare Größe. Bei täglichem TikTok, YouTube oder Videotelefonie können sie dennoch vor Monatsende verbraucht sein.
Wie lange kann man mit 1 GB Netflix schauen? – Je nach mobiler Einstellung nennt Netflix ungefähr vier Stunden im automatischen Modus oder sechs Stunden im Datensparmodus. Bei hoher HD-Qualität kann ein Gigabyte dagegen in deutlich weniger als einer Stunde verbraucht sein.
Verbraucht 5G mehr Daten als LTE? – Für dieselbe Datei oder dieselbe fest eingestellte Videoqualität nicht automatisch. Schnelle Netze können Apps jedoch dazu veranlassen, höhere Auflösungen zu verwenden.
Verbraucht WLAN mein mobiles Datenvolumen? – Normalerweise nicht. Bei instabilem WLAN können manche Smartphones jedoch automatisch auf mobile Daten wechseln. Diese Funktion lässt sich in den Geräteeinstellungen kontrollieren. Apple weist darauf hin, dass dadurch je nach Tarif zusätzliches Datenvolumen verbraucht werden kann.
Kann ungenutztes Datenvolumen übertragen werden? – Das hängt vom Tarif ab. Manche Anbieter übertragen Restvolumen in den nächsten Abrechnungszeitraum, andere lassen es vollständig verfallen.
Fazit: Dein Alltag entscheidet – nicht die größte Gigabyte-Zahl
Die Frage „Wie viel Datenvolumen brauche ich?“ lässt sich am besten mit einem Blick auf dein tatsächliches Nutzungsverhalten beantworten.
Wer fast immer WLAN verwendet und hauptsächlich Nachrichten schreibt, kommt häufig mit 3 bis 5 GB aus. Für regelmäßige soziale Netzwerke und Musik sind 20 bis 30 GB komfortabler. Wer Videos streamt, häufig Videoanrufe führt oder den Hotspot verwendet, sollte 50 GB oder deutlich mehr einplanen.
Der größte Unterschied entsteht nicht durch E-Mails oder Textnachrichten, sondern durch Videos. Schon wenige Stunden HD-Streaming können mehr Daten verbrauchen als ein ganzer Monat gewöhnliches Surfen.
Kontrolliere deshalb deinen Verbrauch über mehrere Monate. Addiere anschließend eine vernünftige Reserve und wähle die nächstpassende Tarifstufe. So vermeidest du sowohl die nervige Drosselung als auch einen überteuerten Vertrag mit ungenutzten Gigabytes.
Über den Handyvertragsvergleich von fidipo.de kannst du Tarife mit passendem Datenvolumen, Laufzeit und Preis gegenüberstellen.
Der beste Tarif ist nicht der mit der eindrucksvollsten Zahl. Es ist derjenige, der dich zuverlässig bis zum Monatsende bringt – ohne Datenpanik und ohne Geld für Volumen zu verschwenden, das du nie benötigst.